FUTURE RECRUITING

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Future Recruiting:
Wie das Internet langfristig das Recruiting verändern wird.

Verfasser: Severin Rath

Bereits vor der Jahrtausendwende war abzusehen, dass das Internet unser Leben langfristig verändern wird. Besonders im Recruiting erleben wir seit ein paar Jahren einige drastische Veränderungen, doch wie wird das Recruiting von Morgen aussehen?

Definitiv, schneller, bunter und unkomplizierter.

Durch neue Plattformen, wie beispielsweise TikTok, werden Unternehmen dazu gedrängt zielgruppenspezifischen und vor allem unkonventionellen Content, an die potenziellen Bewerber*innen auszuspielen. Es reicht nicht mehr aus, die Vorteile und die Aufstiegsmöglichkeiten, in einem 60-sekündigen Video, langweilig vorzutragen. Das Ziel sollte sein, das Interesse der Zielgruppe innerhalb von Millisekunden zu wecken in dem man mit Humor und Kreativität den normalen Arbeitsalltag authentisch aufzeigt. So kann man beispielsweise einen Arbeitstag filmen, oder kurze Sketche mit den Praktikanten aufnehmen, in denen man die Atmosphäre im Unternehmen einfängt. Denn wer glaubt, dass die kommenden Generationen sich fragen, was sie selbst einem Unternehmen bieten können, liegt völlig falsch. Es wird eher darauf wertgelegt, welche Aufstiegsmöglichkeiten und Chancen man hat oder welche weiteren coolen Leistungen wie Firmenwagen, Homeoffice oder mehr Urlaub, einem zu stehen. Auch werden sich Firmen zukünftig an eine höhere Personalfluktuation gewöhnen müssen, da man versuchen wird mit häufigeren Jobwechseln schneller die Karriereleiter hochzusteigen. Dass man bei einem Betrieb anfängt und dort auch in Rente geht, wird es nicht mehr geben.

8 Sekunden
Die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne liegt bei nur mehr 8 Sekunden. Die eines Goldfisches liegt, im Vergleich, bei 9 Sekunden
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Quelle: STATISTIK AUSTRIA

Ein weitere Entwicklung wird besonders Banken und Versicherungshäuser treffen. Viele dieser Unternehmen setzten auf Bewerbungsportale. Diese sind in den meisten Fällen unübersichtlich, langwierig und mühsam. In einer Generation, wo die durchschnittliche Aufmerksamkeitspanne bei etwa 8 Sekunden liegt, brechen viele, auch extrem gut qualifizierte, Bewerber*innen diesen Prozess ab. Dies führt langfristig dazu, dass Unternehmen offene Stellen nicht mehr nachbesetzten können. Um diesem Problem präventiv vorzubeugen, sollte man entweder die Portale optimieren oder einfach nur eine Karriere-E-Mail-Adresse angeben, wo sich jeder bewerben kann. Dies führt zwar, zu einem größeren Arbeitsaufwand, aber auch für mehr Bewerbe*innen.

Abschließend kann man nur sagen, dass sich das Recruiting, wie fast jeder Bereich von der Digitalisierung betroffen ist und Unternehmen definitiv, nicht den Zug verpassen sollten sich mit dem Thema auseinander zusetzten. Denn Schlussendlich machen die Mitarbeiter*innen ein Unternehmen aus. ,